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Impressum
Ruanda Kogruppe

Vom 06. April 1994 bis Mitte Juli 1994 ist in Ruanda, einem kleinen Land in Zentralafrika, ein Völkermord geschehen, bei dem schätzungsweise 800.000 bis eine Million Menschen ihr Leben verloren haben. Die juristische Aufarbeitung dieser Verbrechen dauert bis heute an und wird auch in naher Zukunft noch nicht abgeschlossen sein. Die in Ruanda lebenden Menschen sind aufgrund ihrer Erlebnisse traumatisiert, erhalten aber nach wie vor kaum Unterstützung von staatlichen Stellen.

Gleichzeitig sind neue Menschenrechtsverletzungen zu beobachten. Neben der Unterdrückung kritischer Journalisten und oppositioneller Strömungen im Land, entspricht auch das Justizsystem nicht den internationalen Standards für faire Gerichtsverfahren. So sind beispielsweise bisher über 100 Zeugen des Völkermords nach ihrer Aussage vor einem Gacaca, einer Art „Dorfgerichtsbarkeit“ zur Aufarbeitung des Genozids, umgebracht worden, weil ihnen kein ausreichender Schutz gewährt wurde. Außerdem haben die Angeklagten keine Möglichkeit, ihre Verteidigung mit Hilfe eines Rechtsbeistandes vorzubereiten.

Die Ruanda-Kogruppe, deren Mitglieder in ganz Deutschland leben, besteht inzwischen seit mehr als zehn Jahren. Wir arbeiten allesamt ehrenamtlich. Unsere Aufgabe besteht darin, die zu Ruanda arbeitenden Gruppen mit aktuellen Informationen aus dem Internationalen Sekretariat zu versorgen und für Fragen zur Verfügung zu stehen.

Beispiele unserer Arbeit:

Erstellung von Fallakten: zurzeit gibt es eine Fallakte eines gewaltlosen politischen Gefangenen, eine weitere ist in Vorbereitung

BulletAnbieten einer Länderkommission auf der Jahresversammlung

BulletBeantwortung von Presseanfragen

Da wir nur wenige Mitglieder sind, freuen wir uns immer über tatkräftige Unterstützung. Fragen zu unserer Arbeit beantworten wir gerne unter kontakt@amnesty-ruanda.de.

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