Aktuelle Aktionen
Wie wir arbeiten
z.B. Eilaktionen
Machen Sie mit!
Unsere Gruppen
1068 - Darmstadt
1308 - Darmstadt
1571 - Bergstraße
Asyl-Bezirksgruppe
AG Iran
AG Türkei
AG WSK-Rechte
Schwerpunktthemen
Thema Todesstrafe
Thema Folter
Thema Frauen
Impressum
amnesty international und die Todesstrafe

amnesty international tritt weltweit für die bedingungslose Abschaffung der Todesstrafe ein, auf der Basis internationaler Konventionen, insbesondere der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948, in der das Recht jedes Menschen auf Leben anerkannt wird. Artikel 5 dieser Erklärung besagt, dass niemand der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden darf.

In ca. 100 Ländern der Welt ist die Todesstrafe praktisch abgeschafft. In den übrigen Staaten wird sie mit zum Teil unvorstellbarer Grausamkeit und nicht nur für Kapitalverbrechen angewandt. Die Art der Hinrichtung reicht vom Erschiessungskommando über den Strang, den elektrischen Stuhl, die Gaskammer die tödliche Injektion bis zum Enthaupten und Steinigen. Sie erfolgt außerdem nach bestimmten Ritualen, nicht selten öffentlich und unter hoher Akzeptanz der Bevölkerung.

Hinrichtungsraum in den USA  
Hinrichtungsraum in den USA

amnesty international stellt keineswegs die Notwendigkeit angemessener Bestrafung bei schwerwiegenden Delikten in Frage, aber keine der weltweit durchgeführten Studien hat jemals schlüssige Beweise für einen abschreckenden Effekt der Todesstrafe erbracht.

Die Darmstädter Gruppe 1068 betreut mehrere Häftlinge, die in amerikanischen Todestrakten inhaftiert sind, auf Freundschaftsebene durch Briefkontakte sowie durch kleine finanzielle Zuwendungen. Im letzten Jahr haben wir uns erstmalig an der Weihnachtsaktion der USA- Ko-Gruppe von amnesty international beteiligt, die das Ziel verfolgt, dass jeder texanische Death Row Inmate eine Weihnachtskarte sowie ein kleines Geschenk erhält.

Eine besondere Rolle in Verhängung und Anwendung der Todesstrafe spielen die USA, die als einzige westliche Industrienation in 38 ihrer 50 Bundesstaaten die Todesstrafe per Gesetz vorsieht. Seit 1977, als die Todesstrafe wieder eingeführt wurde, bis Oktober 2000 wurden dort ca. 900 Menschen umgebracht. Tausende Gefangene warten noch auf ihre Exekution in den Todestrakten. Ausserdem habe Studien ergeben, dass in diesem Jahrhundert in den USA mindestens 23 unschuldige Menschen hingerichtet wurden.

In Eilaktionen (Urgent Actions) arbeiten wir auch noch zu vielen anderen Ländern, wie beispielsweise China und Saudi-Arabien, um Staatsoberhäupter zu bewegen, in konkreten Fällen drohende Hinrichtungen in entsprechende Haftstrafen umzuwandeln. Aufgaben und Ziel der Gruppen ist es, das Bewusstsein bei Regierungsstellen und Bevölkerung zu stärken, dass bei Verhängung der Todesstrafe nicht nur internationale Menschenrechtsabkommen verletzt werden, sondern dass es sich dabei auch um grausame, verrohende und menschenverachtende Akte handelt.


nach oben